Betonabdichtung

Betonabdichtungen sind entscheidend für die Gewährleistung der Gebrauchstauglichkeit von Gebäuden — langlebig und sicher

Wir beraten Sie zu verschiedenen Abdichtungstechniken, um Ihre Betonkonstruktion dauerhaft vor Betonschäden durch Feuchtigkeit und anderweitige Umwelteinflüsse zu bewahren. Wir erarbeiten mit Ihnen ein maßgeschneidertes Abdichtungskonzept, welches den Anforderungen Ihrer Immobilie vollends gerecht wird. Sollten Sie trotz einer bereits applizierten Betonabdichtung  verschiedenartige Betonschäden aufgrund von Feuchtigkeit o.ä. bemerkt haben, können wir für Sie eine Ursachenermittlung durchführen. Anschließend unterstützen wir Sie bei der weiteren Vorgehensweise.

Das Bild zeigt die Applikation eines Oberflächenschutzsystems 8 (OS-System 8) auf einer zuvor instandgesetzten Betonplatte. Das OS-System 8 ist eine nicht rissüberbrückende Abdichtung, welche die Betonplatte vor Feuchtigkeit und anderen chemischen Stoffen schützt.

Wofür wird ein Abdichtungssystem benötigt?

Erhöhung der Lebensdauer eines Betons durch geeignete Abdichtungsmaßnahmen — ökonomisch und enkeltauglich

Betonkonstruktionen bzw. Betone sind im besten Fall wasserundurchlässig; jedoch nicht wasserdicht. Feuchtigkeit beschleunigt den Prozess der Karbonatisierung, wodurch die Stahlbewehrung in Abhängigkeit der Betonüberdeckung früher oder später korrodiert. Das Ergebnis sind Betonschäden in Form von Betonabplatzungen und Rissbildungen, welche teurere Sanierungskosten auslösen. Sollte der Beton zusätzlich bauschädlichen Salzen oder anderen chemischen Stoffen (z.B. biogener Schwefelsäure) ausgesetzt sein, wird die Schädigung dieses vielseitigen Baustoffs beschleunigt. In der Regel ist eine umfangreiche und kostenintensive Betoninstandsetzung die Folge.

Das Bild zeigt die klassische Betonstahlkorrosion in einer Tiefgarage. Aufgrund einer oftmals alterstypisch zu geringen Betonüberdeckung in Verbindung mit einer langanhaltenden Feuchtigkeitsbelastung der Betonbauteile ist der eingebundene Bewehrungsstahl gerostet. Zusätzlich sind die Betonbauteile streusalzbelastet. Die Fahrzeuge schleppen tausalzbelastetes Wasser bzw. Schnee in den Wintermonaten in die Tiefgaragenkonstruktion, in der das Salzwasser abtropft. Die Salze fließen über Risse oder diffundieren in den Betonquerschnitt. Dort lösen diese eine chloridinduzierte Bewehrungskorrosion aus.
Stahlbetonkorrosion ausgelöst durch den Prozess der Karbonatisierung sowie den Eintrag von Chloriden (Streusalzen) durch verkehrende Fahrzeuge
Das Bild zeit Abplatzungen des Putzsystems auf der Unterseite eines Vordachs. Das Schadensbild entsteht durch den Prozess der Karbonatisierung. Eine alterstypische, jedoch nach den heute anerkannten Regeln der Technik zu geringe Betonüberdeckung beschleunigt die Entstehung dieses Schadensbilds.
Die durch den Prozess der Karbonatisierung ausgelöste Betonstahlkorrosion führte an der Unterseite eines Vordachs aufgrund von Kristallisationsdrücken zu Abplatzungen des Putzsystems.
Das Bild zeigt Schadstellen an einer Betonstütze, welche durch eine chloridinduzierte Bewehrungskorrosion ausgelöst wurden. Chloride werden oftmals durch tausalzbelastetet Wasser o. a. Schneematsch in den Radkästen von PKWs in Tiefgaragenkonstruktionen eingeschleppt. Dort gelangen die Chloride durch Risse und diffusive Vorgänge im Beton an die Stahlbewehrung und zersetzen diese.
Korrosionsmarken an einer Stütze im Bereich der Betonbodenplatte, welche durch Chloride ("Salze") ausgelöst werden.

Welches Abdichtungssystem ist die beste Wahl? Fragen Sie uns!

Die Wahl des Abdichtungsstoffs hängt von den spezifischen Anwendungsgebieten, den Umgebungsbedingungen und den individuellen Anforderungen ab. Aufgrund dieser Faktoren werden verschiedenartige Betonabdichtungen unterschiedlicher Stoffgruppen in der Praxis angewendet.

Die folgenden Stoffgruppen werden zur Vermeidung von Betonschäden und zur Erhöhung der Lebensdauer auf Betonflächen appliziert:

  1. Bitumen: Bitumen sind hochmolekulare Kohlenwasserstoffe, welche auf Betonoberflächen aufgetragen werden. Bitumenabdichtungen (o.a. bituminöse Abdichtungen) sind weit verbreitet und besonders für Flachdächer und Fundamente geeignet.
  2. Kunststoffmodifizierte Bitumenbahnen (KMB): Diese Abdichtungsbahnen bestehen aus Bitumen, welche zusätzlich mit Kunststoffen wie SBS (Styrol-Butadien-Styrol) oder APP (Ataktisches Polypropylen) modifiziert ist. Sie bieten eine hohe Flexibilität und sind äußerst langlebig.
  3. Kunststoffdichtungsbahnen: Diese Abdichtungsbahnen bestehen aus PVC (Polyvinylchlorid) oder TPO (Thermoplastisches Polyolefin). Sie sind leicht zu verarbeiten und bieten eine gute Beständigkeit gegen UV-Strahlung.
  4. Flüssigkunststoffe: Diese wässrigen Polymerdispersionen werden direkt auf die Betonoberfläche aufgetragen und bilden eine nahtlose Abdichtung. Polyurethan (PUR) und PMMA (Polymethylmethacrylat) sind bekannte Beispiele für Flüssigkunststoffe.
  5. Kieselsäurehaltige Produkte: Silikatbasierte Anstriche dringen in die Poren des Betons ein und reagieren chemisch mit dem Calciumhydroxid im Betonstein, was zur Bildung einer wasserabweisenden Schicht führt.

Einige dieser Stoffgruppen werden als Oberflächenschutzsysteme (OS-Systeme) bezeichnet. OS-Systeme sind vielseitige Beschichtungen, die Beton- und Stahlbetonbauteile vor Feuchtigkeit und Umwelteinflüssen schützen. Näherer Informationen finden Sie unter: Oberflächenschutzsysteme

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