Prüfung der Wasseraufnahmefähigkeit von Baustoffen mit dem Karsten‑Röhrchen
Präzise Messung des Wassereindringwiderstands an Betonen, Mauerwerken und Natursteinen
Das Karsten‑Röhrchen (auch Wassereindringprüfer nach Karsten) ist ein bewährtes Prüfgerät zur Bestimmung der Wasseraufnahmefähigkeit von mineralischen Baustoffen, insbesondere von Beton, Mauerwerk und Naturstein. Mit dieser Methode lässt sich schnell und zuverlässig feststellen, wie stark eine Oberfläche gegenüber Feuchtigkeit durchlässig ist – eine entscheidende Information für die Bewertung des Zustands eines Bauwerks.
Gerade im Rahmen der Bauwerksdiagnostik spielt die Untersuchung mit dem Karsten‑Röhrchen eine wichtige Rolle, da sie Aufschluss über die Dichtigkeit von Oberflächen gibt und hilft, Ursachen für Durchfeuchtungen oder Frostschäden zu erkennen.
Funktionsweise des Karsten-Röhrchens
Bedeutung und Funktion der zerstörungsfreie Prüfung der Wasseraufnahmefähigkeit
Eine hohe Wasseraufnahme kann langfristig zu Schäden führen – etwa durch Frostsprengung, Korrosion der Bewehrung oder Ablösungen von Oberflächenschichten. Die regelmäßige Wasseraufnahmeprüfung an Betonen oder Mauerwerken ermöglicht daher frühzeitige Erkenntnisse über mögliche Schwachstellen im Materialgefüge.
Auch bei Natursteinfassaden liefert das Verfahren wertvolle Informationen über deren Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse. Die Ergebnisse helfen dabei, geeignete Schutzmaßnahmen wie Hydrophobierungen gezielt auszuwählen und deren Wirksamkeit zu überprüfen.
Die Prüfung erfolgt grundsätzlich mithilfe eines speziellen Glasröhrchens, das senkrecht auf die Oberfläche des zu untersuchenden Materials aufgeklebt wird. Anschließend wird das Röhrchen mit Wasser gefüllt, wodurch sich der hydrostatische Druck auf die Materialoberfläche ausübt.
Die Menge des aufgenommenen Wassers wird innerhalb einer festgelegten Zeitspanne abgelesen und dient als Maß für die Wasseraufnahmefähigkeit des Baustoffs. So lässt sich beispielsweise bei einem Karsten Röhrchen Versuch am Beton beurteilen, ob dessen Porenstruktur ausreichend dicht ist oder ob eine erhöhte Durchlässigkeit vorliegt.
Da das Verfahren einfach anzuwenden ist und keine aufwendige Probenentnahme erfordert, eignet es sich ideal für Vor-Ort-Untersuchungen an bestehenden Bauwerken sowie zur Überprüfung neu applizierter Beschichtungen oder Imprägnierungen.



